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SNEAK April 2018

Das kleine Kinotagebuch - Übersicht der Sneak Filme im April 2018

04.04.2018
Der Sex Pakt [Blockers]
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Alle Filme gesehen im Kinopolis MTZ

SNEAK März 2018

Das kleine Kinotagebuch - Übersicht der Sneak Filme im März 2018

07.03.2018
I, Tonya
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14.03.2018
Midnight Sun - Alles für dich [Midnight Sun]
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21.03.2018
Ghostland [Incident in a Ghost Land]
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28.03.2018
Gringo
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Alle Filme gesehen im Kinopolis MTZ

Mörfelden Hardcore....ähm...Deathmetal City?!

Es war wieder soweit. Das JuKuZ Mörfelden hat die Headbanger der Region zu einem erneuten Fest der harten Musik geladen. Das Event "Mörfelden Hardcorecity" wurde am 03.03.18 erneut ausgerichtet. Plangung, Administration und Durchführung unterlag wie immer der Event-AG des JuKuZ in Mörfelden. Da ich als Beteiligter dieses Kollektivs nur bedingt eine objektive Stellung zur technischen Durchführung und zur administrativen Vorbereitung geben kann, fasse ich mich kurz und sage: Es war eine durchaus erfolgreiche Ausführung eines Konzertes und Missstände konnten wie immer auf dem Weg der Kommunikation behoben werden. Nun aber zum viel Wichtigerem: Der Musik!
Geladen waren die Bands "ALL WILL KNOW", "Corbian" und "Pentarium". Ich fange also mal an, die Musik in der Reihenfolge des Line-ups zu bewerten.

ALL WILL KNOW
Einer, für viele Mörfelder Metalheads bereits wohl bekannter Name. Oftmals bei der Veranstaltung "Mö-Wa Rockt" auftretend, sie die eher klassisch anmutenden Klänge diese Band bereits im Ohr vorhanden. Zwar definieren sich selbst zwischen den Einflüssen des skandinavischen Melodic Death Metal und des modernen Metalcore, doch scheint mir diese Selbsteinschätzung aufgrund der erbrachten Performance vielleicht etwas ungenügend. Zunächst sei aber gesagt: Toller Auftritt! Haare flogen, Bierflaschen wurden geöffnet und die Leute spielten verrückt. Das Herz eines klassischen Metalheads wurde hier nicht im Stich gelassen!Die Tatsache, dass die Jungs sehr professionell unterwegs sind macht sich nicht nur durch ihre teure, technische Ausstattung bemerkbar, sondern auch durch ihre Bühnenpräsenz. Feste Plätze der Musiker, mit der Tendenz zu Interaktionen mit dem Publikum und dem Rest der Band, zeugen durchaus von dem ein oder anderen Gedanken bezüglich der Performance und animierten das Publikum. Kein Lampenfieber, kein Chaos, keine Uneinigkeit. Von Anfängerproblemen also, natürlich, keine Spur. Musikalisch würde ich der These des Melodic Death Metal nicht wirklich wiedersprechen, da eine führende Melodie in der Gitarre, aufgebaut auf Moll- oder Dur-Klängen (und nicht kurzweiligen Anführungen durch chromatische Einheiten) deutlich zu hören war und als Überleitungsmittel oder Untermalung für die Mainvocals genutzt wurde. Neber den death-typischen Blastbeats war eine recht deutliche Clean-Stimme des Frontmanns (in Abwechslung mit Exhaling Crawls) zu hören, hier und da begleitet durch eine zweite Stimme (welche auch als solche verwendet wurde). Nun könnte man diesen musikalischen Umstand zwar dem bereits erwähnten "Metalcore"-Genre zuschreiben, wäre es nicht so gewesen, dass die gesungene Melodielinie nicht schön brav einem auf- und ab gefolgt wäre, sondern nach einer aufsteigenden Linie oftmals auf einem hohen Ton verweilte, was eindeutig als Merkmal des klassischen Heavy Metal zuschreiben könnte (!). Anstatt mich aber mit genauen Zuordnung der Musik zu beschäftigen, sei letzten Endes gesagt, dass dieser populär-metal mäßige Auftritt zwar hier und da Zugriff auf andere Stile hat, doch die breite Masse der Anwesend genau ins Ohr getroffen hat. Ordentlich Metal also, den sich die meisten gerne angehört haben. Zwar könnten Fans, welche sich tiefer gehend für ein Sub-Genre entschieden haben, durch die breite Ästhetik der Band, langweilen, doch haben sie an dem Abend genau das gemacht was erwartet wurde: Ordentlich abgerockt!

Corbian
Eine wohl jünger anmutende Band, geladen aus der Stadt Offenbach, durfte als zweiter Act des Abends spielen. Zwar schien dieser Auftritt in eine weniger breite Richtung, als der von ALL WILL KNOW zu gehen, doch kamen wir der Sache des Death Metal nun schon wesentlich näher. Allerdings befanden wir uns nun schon so Nahe am Death Metal, dass ich durchaus ein wenig das "Melodic" vermisst habe. Aus technischer Sicht (musikalisch) gab es allerdings nichts zu beanstanden. Rhythmus der einfach "On point" war, Durchhaltevermögen der Mainvocals und sehr ausdefinierte Schredding-parts an den Gitarren versetzten einen (sofern man es zuließ) in eine Headbang-Extase. Für mich war jedoch, sollte einem der pure, musikalische "auf die Fresse hauen", Teil jedoch nicht genügen (was bei mir durchaus der Fall war) konnte jedoch auch unbefriedigendes entdecken. Titel wie "The Darkness" oder Songs über die "miese Gesellschaft" sind nun leider ein mehr als eingestaubtes inhaltliches Konzept im Bereich Metal. Hinzukommen eher unüberzeugende Animationsversuche des Frontmanns, welche aber durchaus minimal bei dem Publikum funktioniert haben. Jedoch erscheint mir, dass auch die (nicht schlecht) geschminkten Gesichter der Bandmitglieder keine Einzigartigkeit in die Sache reinbringen konnten und vielleicht ein bisschen zu sehr versucht wurde, ein strenges "Nieschen-Konzept" durch zuziehen. Allerdings kam auch hier ein, vielleicht eher toleranter, Metalhörer auf seine Kosten.

Pentarium
Kommen wir zur letzten Band des Abends. Um es gleich los zu werden: Die Jungs von Pentarium waren für mich absolut der Höhepunkt des Abends! Ich persönlich (vor allem als Musiker) finde es immer wieder schön zu sehen, wenn Musiker aus dem Bereich Metal genügend Perspektive besitzen, um für mehr als ein Stil eines Genres offen zu sein. Dieser Eindruck entstand für mich nicht zuletzt durch die Tatsache, dass der Bassist von ALL WILL KNOW in der Konstellation von Pentarium die Rolle des Leadsingers übernahm! Die Begeisterung für deutschsprachigen Deathmetal konnte man den Jungs formlich ansehen und abkaufen. Nun war es schließlich soweit, dass auch ich meine üblich strenge Fassung auf den Konzerten vernachlässigte und den konzeptionell zwar sehr ausdefinierten, aber immernoch sehr abwechslungsreichen und (technisch) anspruchsvollen Musik körperliche Aufmerksamkeit schenkte. Die brutalen Rythmen der Rythmusgitarre und die ausgezeichneten Shouts des Sängers, gepaart mit den einsteigenden Harmoniken und Melodien der Lead-Gitarre brachte das Konzept des Abends endlich völlig auf den Kopf! Eine angenehme, besetzungstechnische Abwechslung des Abends: ein Keyboarder! Zwar hätte die harmonsiche Progressivität von seiten des (überzeugenden) Tastenschmetterers etwas mehr vorangetrieben werden können, doch rundete er das, an ein skandinavisches angelehntes Konzept von Melodic Death Metal, vollends ab! Überzeugende, und durchaus professionelle Performance auf der Bühne schienen diesen Auftritt fast schon perfekt zu machen. Doch irgendetwas fehlte. War es das wenige Fleisch von Seiten der Rythmusgitarre? Nein, das scheint nicht der Fall zu sein. Hm, mal durchzählen... oh nein. Kein Bassist! Das wohl vertraute Vibrieren sämtlicher Körperregionen fehlte! Viel zu spät vernahm ich die Ansage, dass der Bassist wohl verhindert war, was dazu führte, dass der Gesamtklang der Band etwas "punch" einbüßte, was mir als Bassisten das Herz brach. Nichts desto Trotz war der Rest des Auftritts, den meine Finger damit verbrachten wie wild auf umliegenden Oberflächen rum zutrommeln, eine sehr ehrliche und ausgereifte Vorstellung eines einfach harten und echten Metal-Auftrittes. Sogar ihre CD "Schwarzmaler" fand ihren Weg in meinen Besitz und darf mich auf dem Weg zur Arbeit so richtig aufwecken!

Soweit meine Einschätzung zum musikalischen Teil des Abends. Solltet ihr, liebe Lesenden, einen anderen Eindruck gehabt haben, oder die eine oder andere Aussauge meinerseits für ungenügende oder falsch halten, freue ich mich auf eine angeregte Diskussion mit euch!
Mit vielen, metalmäßigen Grüßen,
euer T-Dog!

Rückblick: Kinofilme im Jahre 2006 & 2007

Der kleine Kinorückblick geht weiter. 2006 dürfte fast das Jahr mit meinen meisten Kinobesuch gewesen sein, zumindest in der pre-Sneak Zeit (die damals begann).


1a,1bIn gute Filme kann man auch zwei mal gehen, Inside Man lief noch mal in der "2,50 €" Kinoreihe - schwups und rein :-)
2 Die ERSTE Sneak in der wir waren, beim ersten Besuch hatten wir abends nur noch Tickets für Kino 9 bekommen, später hieß es dann für gute 10 Jahre Kino 10, wir kommen!
3 Einige Wochen später, der zweite Besuch in der Sneak, dieses Mal der erste im Kino 10.
4 Sneak #3
5 Die Kinokarte notiert einen Preis von 0,01€ - Es müsste eine Freikarte, Special-Preview oder ähnlich gewesen sein, könnte sein das wir die bei einer Verlosung in Kino 10 gewonnen haben.
6 Sneak #4 - Die letzte Karte auf der ich noch mit der Hand den Filmtitel dokumentiert hatte, alle weiteren zusammen zu tragen, wird eine Aufgabe für sich sein...
7 Die Vorstellung war im Turmpalast Bleichstr. 57, Frankfurt, auf dem Ticket steht aber leider nur Cinestar als der damalige Betreiber. Leider der erste und einzige Besuch in diesem schönen alten traditionsreichen Kino. An dessen Stelle steht heute ein tegut ....
8 Sin City war 2006 noch mal als ReCut im Kino, hier waren im Gegensatz zur Originalversion alle Episoden einzeln und mit eigenem Vor- und Abspann zu sehen.

Molly´s Game

Ein Tatsachen Film in spannender, erfrischender Erzählung.

Nette, glaubwürdige Besetzung (beinahe), fesselnde Story und geschickte Hollywood Performance ergeben einfach eine seichte Kinounterhaltung ohne viel Schnickschnack.

Es hat Freude gemacht sich den Film anzusehen, Wiederholungspotential ist extrem niedrig - aber einmal kann man sich ihn ansehen ohne, dass man sich der fehlenden Stunden seines Lebens beraubt fühlt.

Es ist kein Meisterwerk und auch kein Must-See, kein Blockbuster wie zB Die Verlegerin. Dennoch sollte er auf zumindest diversen "DVD"-Abenden oder Sonntagsfilm Empfehlungen auftauchen.

es ist durchaus auch ein guter Date Film, da er viel zu bieten hat.

Die Verlegerin - "The Post"

Ein gehypter Hollywood Blockbuster mit starker Besetzung.

Es geht um die 4rte Gewalt und ihre Rolle in der Affäre vor der Affäre, die Niexon den Kopf gekostet haben dürfte.

Eine Story die selten - nie? - erzählt wird/wurde, mit sowohl politischer als auch menschlicher Tragweite.

Ein Kaleidoskop der Anti-Vietnam-Bewegungen, Emanzipationen, Pressefreiheit, politischem Dillentantismus und Vetternwirtschaft.
Dieser Film macht trotz teilweise sehr faden Erzählweise sehr viel her und sollte unbedingt auf der To-Do Liste eines jeden Kinogängers stehen oder zumindest auftauchen.

Wieder hat Hollywood bewiesen wozu es im Stande ist, wenn es will und das es neben CGI Überladenen Ungetümen auch mit sachter Erzählweise zu guten Ergebnissen gekommen werden kann.

Danke.

LUNA oder "...schick mir die IP des Darknet Servers..."

Ein gemütlicher Krimi-Drama für Generation Twilight.


Ein "Teenie-IT-Girl" wird aus dem Leben, in ihrer vorbildlichen Familie, gerissen... hinein in ein Agentenkrieg von politischem Ausmaß.

Man muss die Charaktere nicht tief einführen und die Gründe sind auch nur Nebensache... wichtig erscheint dem Drehbuchautoren nur zu sein, dass LUNA ihre Moral ändert und am Ende des kurzweiligen Dramas das Richtige tut.

Viel Gutes kommt in diesem Streifen zusammen, ein bisschen viel Product Placement (Audi und BMW lassen grüßen), ein bisschen zuviel Vorhersehbarkeiten des Unvorhersehbaren (also wer ist Böse, Gut, ein Idiot), keine schnörkeligen Kamera fahrten, sondern klassisch Deutsch, klar und gut.

Nur Gott kann mich richten hätte sich hier viel, viel abschauen können, wie man einen überzeugenden, spannenden und unterhaltsamen Film aufbaut.

ABER:

Entweder lag es an dem wohl nicht ganz so üppigen Budget, schlechter Recherche, untermotivierten Beratern oder was auch immer, aber 2018 sollte man als sich ernstnehmender Film eben nicht solch fatale Filmfehler machen, wie die IP im Darknet zu erfragen, da das Darknet nur deshalb, das Darknet ist, weil es eben ohne IP Adressen funktioniert... Danke für den Lacher.

Desweiteren wechselten Waffen in den Szenen oder haben sich wie Deus Ex Machina an Positionen befunden, wo sie sich zu befinden haben mussten aber eigentlich nicht konnten.
Die bayrische Polizei wird erstens untermotiviert, unterorganiziert und unterequipt dargestellt, kein Wunder wieso das Image unserer Ordnungshüter nicht besser wird.


Alles im allem ist der Film aber gelungen und erlaubt eine sanfte Unterhaltung für regnerische Abende :-)

Fazit:
Kann man sich anschauen, aber wartet bis es im FreeTV kommt - die Kinokarte braucht es nicht.

SNEAK Februar 2018

Das kleine Kinotagebuch - Übersicht der Sneak Filme im Februar 2018

07.02.2018
Luna
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14.02.2018
Die Verlegerin [The Post]
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21.02.2018
Molly's Game: Alles auf eine Karte [Molly's Game]
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28.02.2018
Operation: 12 Strong [12 Strong]
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Alle Filme gesehen im Kinopolis MTZ

Yealink W56P an einer Auerswald COMpact 5020 VoIP

Wer wie ich vor hat eine IP-Telefon an einer VoIP fähigen Telefonanlage zu betreiben, der sieht sich z.t. mit einigen Konfigurationsoptionen konfrontiert die nicht immer im Handbuch auf Seite 2 beschrieben werden.
Auf dem Service Portal von Auerswald für die COMpact 5020 VoIP sind in der FAQ zwar einige Beispielkonfiguratioen beschrieben, eine für ein Yealink Telefon ist aber nicht dabei.

Daher hier die Infos um ein Yealink W56P an einer Auerswald COMpact 5020 VoIP einzurichten:

Allgemeine Konfiguration

Zunächst ist der VoIP Account einzurichten und an der Telefonanlage zu registrieren.
Die Konfiguration in der Telefonanlage sollte hier natürlich schon erfolgt sein :-)
Yealink W56P Account Config - Register
Line Active => Enabled (Account aktivieren)
Label => "Eigene Bezeichnung" (Damit wird er Account intern bezeichnet)
Display Name => "Eigene Bezeichnung" (Wird im Telefondisplay angezeigt)
Register Name => Internet Teilnehmernummer der Auerswald Anlage (dort unter Teilnehmer (Tn) => Voip-Teilnehmer einrichten)
User Name => wie „Register Name“
Passwort => Passwort für den Teilnehmer (in derAuerswald zu finden unter Administration => Benutzer-PINs/Passwörter)

Codec Einstellungen

Yealink W56P Account Config - Codec
Hier die Codecs "PCMU", "PCMA" & "iLBC" in der abgebildeten Reihenfolge einstellen. "G729" & "G722" kann die Auerswald wohl auch, aber so funktioniert es am besten (zumindest bei mir).

Advanced Einstellungen

Yealink W56P Account Config - Advanced
DTMF Type=> INBAND

Weiterhin sollte RTP Encryption(SRTP) auf Disabled stehen, das ist aber in der Werkseinstellung schon so.
Die restlichen Werte der Konfiguration können ebenfalls auf ihren Standardwerten belassen werden.

Das ganze sollte ebenfalls für ein Yealink W52P gelten, die beiden Telefone haben die gleiche Basis.

Willkommen in meinem Sound

Hallo liebe Freunde der Musik!
In dieser Rubrik des Blogs dreht sich alles, selbstverständlich, um das schönste Klanggewebe auf Erden: Der Musik!
Ich möchte diesen Blog im speziellen dazu nutzen, Rezensionen zu verschiedenen musikalischen Werken, also Alben verschiedener Interpreten, und Livekonzerte vorzustellen, zu kontextualisieren und zu bewerten. Dabei mache ich weder halt vor vergangenen Jazz-Platten, aktuellen Chartstürmern, oder den harten Metalsounds! Habt, wenn ihr wollt, Anteil an meiner Meinung und regt einen Austausch über die wohl Schönste der Künste an. Viel Spaß!
Gruß,
Thomas.

Wind River

Gute Filme zu reviewen ist einfach:

Guter Film

Ein indianisches Mädchen stirbt in ihrem Reservoir Barfuss im Schnee.... das Intro zu einem hinreisenden FBI-Krimi-Thriller aus den soliden Hollywood schmieden.
Kein Meisterwerk oder Epos, sondern einfach ein Film zum ansehen, nachdenken und verweilen.


Selbstjustiz, der Niedergang der Reservoire und indianischen Traditionen und Selbstverfall stehen als treibende Leitmotive im Mittelpunkt ...

Starke Landschaften, starke (glaubwürdige) Charaktere, ein handwerklich gutes Drehbuch...


TADA: ein guter Film.

Rückblick: Kinofilme im Jahre 2004 & 2005

Im Laufe der Jahre haben sich neben einer durchaus ansehnlichen cineastischen Bildung auch viele Kinokarten angesammelt. Aufbewahrt in einer Schreibtischschublade, ist das älteste Ticket dieser Sammlung auf das Jahr 2004 datiert.
Gut 14 Jahre später doch einmal ein Anlass die damals im Kino gesehen Filme in einer kleinen Retrospektive aufzulisten.

1 Filmname auf der Kinokarte nicht mehr lesbar
2 Ich war mich eigentlich sicher diesen Film nicht gesehen zu haben … dann war es wohl Episode II die ich mit Misachtung gestraft habe!
3 Alle drei Teile hintereinander weg, und draußen vorm Kino zwei echte DeLoreans! Durch diese Vorstellung wurde ich auf die Senak im Kinopolis aufmerksam.
4 Blogbeitrag von 2005

In dieser Auflistung fehlen leider alle Kinobesuche im Walldorfer Kino Lichtblick, da gibt es leider nur Billets mit Standartaufdruck und ich habe über die Besuche dort nie Buch geführt.

"Nur Gott kann mich richten" - Oder starke Rollen mit schwachen Besetzungen....

Es gibt verschiedene Blickwinkel zu entscheiden wann ein Film schlecht, schwach oder doof ist...

da gibt es dumme/komplizierte/gradlinige Drehbücher, schlecht/wackelig/fahrig inszenierte Bilder, katastrophale/egoperspektivsche/wischiwaschi Kamerafahrten oder einfach nur Schauspieler die behindert sind. Es gibt viele, viele Filme die alles falsch machen bzw. einfach zeigen, dass sie es nicht besser können.

Es gibt jene denen einfach das Geld/Know-How fehlt besser zu sein. Dann gibt es die, die meinen mies zu sein ist eine Kunstform...

und ich will keinem Genre, Stil oder Brainfuck sein recht des Daseins absprechen...

ABER:

Es gibt jene Filme die mit einem sehr gutem Budget, einem netten Drehbuch, starken Bildern, gut gewähltem Handlungsbogen, "großkarätigen" Schauspielern auflaufen, nur um zu zeigen: Wir können es nicht.


Dazu gehört leider dieses Machwerk. Nicht das es nicht ein handwerklich gut gemachter Film wäre, nicht das die Handlung nicht mitreisend und fazinierend gewesen wäre, aber, aber... man kommt nicht an den Film.

Ob es der Herzfehler des Kindes der Polizistin ist oder die Schwangerschaft der strippenden Freundin von Raphael, die sich zurückziehende Erinnerung des Vaters von Ricky...

Jeder bekommt sein kleines herzzerbrechendes Szenario und doch interessieren die Charaktere sowenig wie beim Bahnpendeln die Beifahrer - im anderen Wagen.
Die "Zufälle" sind zu "zufällig", die "Bösen" zu "böse", die "Guten" zu unwillig "gut" zu sein... und die Polizei wird als Haufen schwacher Seelen dargestellt.

Ja, es hätte ein guter Film sein können, aber was daraus geworden ist, ist ein schwacher Abklatsch aus "departed - unter Feinden" und jedem 0815-Drogen-Milieu Film der letzten 10 Jahre.

Klasse.

Downsizing - oder auf Englisch "Minimize"

Ein postmodernes, zweifelhaftes Meisterwerk über Rassismus, Ungleichheit und den "American Way of Life".

Eine Missgeburt aus zuviel Geld, zuviel Idealismus und zuviel Vorurteilen.

Um die wenigen Guten Sachen vorne weg zu nehmen:
Vor 15-20 Jahren waren die "Liebling ich habe die Kinder geschrumpft"-Teile eine filmhistorische Meisterleistung, mit Downsizing erkennt man die Evolution dieses Genres an und man muss entsprechend anführen, dass dieser Schritt gelungen ist.

Was dem Film leider nicht gelungen ist, ist eine Handlung zu entwickeln auf die man Lust hat, auch wenn sie mit Jason Bourne Star Matt Damon eine authentische Charakterrolle bekommen hat ...

Der als Komödie gedachte Film beschäftigt sich erstmal mit der verarmenden Mittelschicht des States Industriegürtels und der nun schon outdated erscheinenden Immobilienkrise - am Rande werden Überbevölkerung und Globale Verdammnis prognostiziert.

Die Lösung jener Kernprobleme: Schrumpfen und als 12cm Mensch weiterleben.
Das Problem: Eine Gesellschaft die sich nur deshalb Schrumpfen lässt, um aus ihren 115.000 Dollar Einlage, ca. 12.500.000 Dollar Nutzwert zu machen, wodurch sich ergibt das in Schlumpfhausen niemand wirklich arbeitet.

Ansatz: Gut, Idee: Gut... Kein Wunder wieso Hollywood wieder einen Mehrstelligen Millionenbetrag hat springen lassen, aber nun kommen wir zu den glorreichen Schwächen eines Schwachen Filmes:

Eine schlechte Storyline bleibt eine schlechte Storyline auch wenn man die Protagonisten um 2447% verkleinert.

Matt Damon ist nunmal kein Komiker, gebt dem Mann eine Waffe und lasst ihn die Welt retten, sobald er sich mit seinen eigenen Problemen beschäftigen muss, kommt dabei nur die zweifelhafte Frage nach Carmesinrot oder Moosgrün heraus.

Stereotypen sind schön und einprägsam, aber eine Welt aus dieser... ist eben Stereotypisch. Dadurch wird der "Suprisefaktor" so hervorsehbar wie der Geschmack von Toastbrot, eine gute Grundlage aber bitte nicht pur :/

Mein Fazit: Dieser Film eignet sich nichtmal für einen Donnerstag Abend.